“Ein Krebs, ein Schnaps, ein Lied”

Krebsfang Carl Larsson
Typisch für Schweden? IKEA, Pippi Langstrumpf, Michael aus Lönneberga, Mittsommerfest, Bilder von Carl Larsson – und das Krebsfest im August. Das muss man nicht zwangsläufig draußen feiern, wie LArsson es auf seinem Bild zeigt – aber man kann es.

Ursprünglich waren in Schweden Krebse eine eher bürgerliche Delikatesse, aber längst kann sich das in diesem Land, in dem egalitäres Verhalten so viel bedeutet, jeder leisten. Und fast jeder tut es.

Längst ist die Versorgung mit frischen Krebsen nicht mehr auf Fang aus schwedischen Gewässern angewiesen, die meisten Tiere stammen aus China, den USA und aus der Türkei und werden ziemlich günstig angeboten. Die Krebssaison startet Anfang August mit Testberichten in  schwedischen Tageszeitungen und Magazinen, die erörtern, welche Herkunft der Krebse in der aktuellen Saison den höchsten Genuss versprechen. Selbst wer der schwedischen Sprache nicht mächtig ist, kann die Saison nicht verpassen, denn spätestens Anfang August bietet jeder Supermarkt nicht nur reichlich Krebse an, sondern auch Beiwerk höchst unterschiedlicher Ausprägung: Lampions, Servietten, Kunststoff-Deko in Krebsform, Hüte, Schürzen und, und, und.

Das Krebsfest selbst dient weniger der Nahrungsaufnahme und der Sättigung – dafür puhlt man sich eher hungrig an den harten Schalen. Im Mittelpunkt steht die Geselligkeit, die in dem Motto “Ein Krebs, ein Schnaps, ein Lied” Ausdruck findet.

Einen Beitrag dazu hat auch der DN-Journalist Po Tidholm auf Sweden.se veröffentlicht. Nachzulesen hier online und hier als PDF: Das Krebsfest – SWEDEN.SE